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Das Institut fächerübergreifenden Studierens
und Forschens (IfSF) ist ein gemeinnütziger Verein, der seit
1990 besteht und seinen Sitz in Trier hat. In vier Projekten bearbeiten
Studierende, wissenschaftliche MitarbeiterInnen und PraktikerInnen
selbstständig und unabhängig Fragestellungen ihres Interesses. Interdisziplinarität
und Praxisbezug sind dabei Grundsätze der Arbeit.
Das IfSF organisiert Tagungen, Kolloquien, Vorträge, autonome Seminare
und Diskussionsrunden, in denen selbstbestimmt zu verschiedenen
Themen gearbeitet wird. Die Ergebnisse werden veröffentlicht. Das
IfSF gibt zwei Schriftenreihen heraus und vermittelt ReferentInnen.
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Die historisch gewachsene Differenzierung der Wissenschaft
in einzelne Disziplinen hat eine unbestreitbare Berechtigung. Jedoch
orientieren sich die realen Probleme und Fragestellungen nur selten
an den vorhandenen Grenzen der Disziplinen. Die Wissenschaft erweist
sich zunehmend als unfähig, Antworten auf die Fragen der Praxis
zu geben.
Das IfSF sieht in einem interdisziplinären Ansatz die Chance, die
Kommunikation zwischen Angehörigen verschiedener Disziplinen zu
verbessern und die hinderlichen "disziplinären Scheuklappen" abzubauen.
Dadurch können die Fragen der Praxis besser beantwortet und neue
Methoden der Problemlösung eröffnet werden.
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Das IfSF setzt sich für eine zukunftsorientierte
und kritische Wissenschaft in allen Bereichen der Gesellschaft ein.
Das IfSF sieht sein Engagement nicht als Vorgehen in in einem isolierten
Subsystem, sondern als einen Beitrag zur notwendigen Entwicklung
hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Interdisziplinäre und
kritische Wissenschaft ist kein Selbstzweck, sondern unabdingbarer
Teil einer solchen Gesellschaft.
Die Verkürzung des interdisziplinären Ansatzes auf einen Kompetenzvorteil
innerhalb der Leistungsgesellschaft lehnt das IfSF ab. Genauso unsinnig
erscheint ein Wissenschaftsbegriff, der mit Institutionen wie den
Universitäten verknüpft wird und die daraus resultiertende
konstruierte Unterscheidung zwischen Wissenschaft und Praxis.
2001-06-15
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